Warum kann man im DomQuartier den Inhalt von Rindermägen bestaunen? Was ist eine Tröpferlbahn? Und was passiert beim Frühjahrsputz in der Eishöhle? In diesem Artikel lüften wir so manches Geheimnis aus Salzburgs beliebtesten Ausflugszielen.

Das könnte Sie auch interessieren:

 

  • Festung Hohensalzburg: Wie die Tröpferlbahn zu ihrem Namen kam

    Eisenbahn

    Heute erinnern sich nur noch wenige Einheimische daran, dass die Festungsbahn früher mit Wasser betrieben wurde. Dieser Tatsache verdankt sie auch ihren Spitznamen, denn von den Salzburgern wurde der Aufzug auf den Festungsberg dereinst liebevoll Tröpferlbahn genannt. Und der Name war durchaus passend: Schließlich wurde zum Betrieb der Bahn Wasser aus dem Almkanal auf die Festung gepumpt und in den oben befindlichen Wagen geleitet. Sobald das notwendige Gewicht erreicht war, fuhr der Wagen talwärts und zog das mit einem Drahtseil verbundene Gegenüber nach oben. Dieses geniale System hatte allerdings auch seine Nachteile, beispielsweise konnte die Bahn im Winter nicht betrieben werden. Daher wurde die Tröpferlbahn 1959 gegen eine strombetriebene Standseilbahn ausgetauscht. An dem wundervollen Ausblick während der Fahrt hat das freilich nichts geändert.

    Festung Hohensalzburg
    Mönchsberg 34
    5020 Salzburg
    www.salzburg-burgen.at/de/hohensalzburg


  • Kaprun Hochgebirgsstauseen: Stammgast auf vier Pfoten

    Jeden Sommer kommen tausende Besucher aus aller Welt nach Kaprun, um die beeindruckenden Hochgebirgsstauseen zu bewundern. Aber nicht alle sind auf zwei Beinen unterwegs: Ein treuer Stammgast ist nämlich auch der Fuchs Alois. Der schlaue Vierbeiner stammt aus der Kapruner Bergwelt und hat irgendwann begriffen, dass es sich lohnt, die Terrasse und den Kiosk nach Essbarem abzusuchen. Er zieht sich mit den Vorderpfoten am Abfalleimer nach oben und lässt sich kopfüber in die Tonne hängen. Alois wurde übrigens auch schon von der Webcam im Winter gesichtet. Und er ist die Vorlage für Stromi, das niedliche Maskottchen des Kinderpfades.

    Hochgebirgsstauseen Kaprun
    Kassa: Kesselfallstraße 98
    5710 Kaprun
    www.verbund.com/kaprun


  • DomQuartier Salzburg: Über Geschmack lässt sich streiten

    Wissen Sie, was ein Bezoar ist? Falls nicht, sind Sie vermutlich in bester Gesellschaft. Bezoare oder Gastrolithen sind steinharte Klumpen, die man in den Mägen von Tieren wie Rindern oder Rehen finden kann. Zahlreiche Exemplare kann man in der erzbischöflichen Wunderkammer des DomQuartiers bestaunen. In früheren Zeiten wurden den Magensteinen nämlich heilsame Fähigkeiten zugeschrieben. So sollten die Verklumpungen etwa gegen Vergiftung schützen. Und so rieben sich die hohen Herren vor den Mahlzeiten ein klein wenig der Magensteine über das Essen oder tränkten Bezoar-Ketten in ihren Wein. Prost Mahlzeit!

    DomQuartier Salzburg
    Residenzplatz 1/Domplatz 1a
    5020 Salzburg

    http://www.domquartier.at


  • Salzburger Freilichtmuseum: Lungauer Methusalem

    Salzburger Freilichtmuseum

    Auf der ganzen Welt kennt man 1492 als das Jahr der Entdeckung Amerikas. In Salzburg dagegen weiß jedes Kind: 1492 wurde die Stieglbrauerei gegründet. Worauf man im Salzburger Freilichtmuseum ein kleines bisschen stolz ist: Das älteste Gebäude der Anlage ist sogar noch älter. Es handelt sich um den Hauserl-Stadel, der 1442 im Salzburger Lungau errichtet wurde und somit schon stand, als in Amerika noch keine Konquistadoren herumstreiften und die Salzburger ihr heißgeliebtes Stiegl Bier noch nicht kannten. Bleibt zu hoffen, dass im Lungau anno dazumals jemand anderes für bierigen Nachschub sorgte.

    Salzburger Freilichtmuseum
    Hasenweg 1
    5084 Großgmain
    www.freilichtmuseum.com


  • Schloss & Wasserspiele Hellbrunn: Die Rote Elektrische

    Wenn Salzburger jammern, tun sie das meist über das Wetter oder über den Verkehr. Aktuelles Reizthema ist eine Regionalbahn auf Schienen durch die Stadt. Was dabei viele vergessen: In Salzburg gab es schon einmal eine Straßenbahn. 1886 wurde die Dampfeisenbahn eröffnet, die im Endausbau aus dem Stadtzentrum über Hellbrunn Richtung Untersberg fahren sollte. Später wurde die Bahn elektrifiziert und seit 1909 als “Rote Elektrische” geführt. Heute fährt die Buslinie 25 nach Hellbrunn, allerdings wird sie im Gegensatz zu den meisten Stadtbussen nicht mit Strom aus der Oberleitung betrieben.

    Schloss Hellbrunn
    
Fürstenweg 37
    5020 Salzburg
    www.hellbrunn.at


  • Großglockner Hochalpenstraße: Nichts für schwache Nerven

    Großglockner Hochalpenstraße

    Bis heute gilt der Bau der Großglockner Hochalpenstraße in den 1920er Jahren als technische Meisterleistung. Kein Wunder, dass viele Menschen sich nach einem Besuch der Panoramastraße sehnten. Weil aber der Besitz eines privaten PKWs noch die Ausnahme war, verkehrte eine öffentliche Linienbusverbindung, die als Glocknerbus in die Geschichte einging. Dabei kamen nur die besten und erfahrensten Chauffeure zum Einsatz, denn die Befahrung der Straße war mit den Bussen der damaligen Zeit nichts für schwache Nerven. Ab den 1950er Jahren kamen schließlich jene ikonischen Fahrzeuge zum Einsatz, die bei Schönwetter sogar ihr Schiebedach öffnen konnten. 2012 wurde der öffentliche Busverkehr auf der Glocknerstraße schließlich eingestellt. Den Glocknerbus gibt es trotzdem noch.

    Großglockner Hochalpenstraße
    Taxenbacher Fusch 96
    5672 Fusch a.d. Großglocknerstraße
    www.grossglockner.at


  • Krimmler WasserWelten: Tief durchatmen

    Krimmler Wasserfaelle groeßte Europas

    Es ist ein wahrhaft gigantisches Naturschauspiel, wenn in Krimml Europas höchste Wasserfälle ins Tal donnern. Was viele nicht wissen: Die Kaskaden sind auch ein beliebter Ort, wenn es um die Behandlung von allergischen Erkrankungen geht. Schließlich wirkt der fein zerstäubte Wasserfallnebel wie ein natürliches Asthmaspray. Und so gibt es am Fuße der Wasserfälle einen eigenen Therapieplatz, an dem die Gesundheitsgäste mehrmals täglich entspannt ihre Atemübungen absolvieren. Hohe Tauern Health heißt das Gesundheitsangebot, dessen Wirksamkeit in zahlreichen klinischen Studien überprüft wurde. Noch mehr spannende Fakten zur beeindruckenden Kraft des Wassers erfahren Sie vor Ort in der Ausstellung „Gesichter des Wassers“.

    Wasserwelten Krimml
    
Oberkrimml
    5743 Krimml
    www.wasserwelten-krimml.at


  • Eisriesenwelt Werfen: Etwas anderer Frühjahrsputz

    Eisriesenwelt Werfen

    Im Salzburger Pongau befindet sich mit der Eisriesenwelt Werfen die größte Eishöhle der Welt. Bevor sie im Frühling ihre Pforten öffnet, muss der insgesamt ca. einen Kilometer lange Besucherteil gereinigt werden. Aber nicht etwa von Müll oder Essensresten. Nein, bei diesem Frühjahrsputz der besonderen Art wird das Eis selbst zum Strahlen gebracht. Tief im Inneren des Berges arbeiten die Mitarbeiter mit Besen und Wischmops daran, die riesigen Eisformationen vom Staub zu befreien. Keine leichte Aufgabe, bei der mit Steigeisen und  Seilen gearbeitet wird. Danach strahlt die Höhle in gewohntem Glanz und ist bereit für den Besuch der Gäste.

    Eisriesenwelt Werfen
    Eishohlenstrasse 30
    5450 Werfen
    www.eisriesenwelt.at


  • Salzwelten Salzburg: Wie bei Indiana Jones

    Bereits zur Zeit der Kelten wurde im Dürrnberg bei Hallein Salz abgebaut. Später begründete das Weiße Gold den Reichtum Salzburgs, der noch heute das Stadtbild prägt. Und auch die touristische Nutzung des Bergwerkes geht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Allerdings verliefen die Besuche in der Höhle damals um einiges rauer als heute. Die sieben unterirdischen Rutschen, die damals zurückgelegt wurden, konnten nur in Begleitung eines erfahrenen Höhlenführers bewältigt werden, der sich mit Ledern und Tauen als Bremser betätigte. Aber keine Sorge: Heute ist das Salzbergwerk eine Attraktion für die ganze Familie und auf den Bergwerksrutschen hört man statt Angstschreien höchstens einmal einen freudigen Jauchzer.

    Salzwelten Salzburg
    Ramsaustraße 3

    5422 Bad Dürrnberg
    
www.salzwelten.at


  • Burgerlebnis Mauterndorf: Historische Verstrickungen

    Burg Mauterndorf Aussenansicht

    Im Laufe ihrer Geschichte hat die Burg Mauterndorf viel erlebt. Dass wir sie heute in ihrer ganzen Pracht bewundern dürfen, verdanken wir dem Militärarzt tröpferlbahn, der sie 1894 kaufte und vor dem Verfall rettete. Der jüdischstämmige Katholik Epenstein war allerdings auch Taufpate des späteren NS-Verbrechers Hermann Göring und vermachte seinem Patenkind nach seinem Tod die Burg. Erst 1966 gelang es, die Burg ins Eigentum der Republik zu übertragen. Heute erinnert eine spannende Ausstellung an dieses Kapitel in der Geschichte der Burg.

    Burg Mauterndorf
    5570 Mauterndorf
    www.salzburg-burgen.at/de/mauterndorf


  • Erlebnisburg Hohenwerfen: Salzburger Hollywood-Export

    Burg Hohenwerfen

    Die Burg Hohenwerfen ist nicht nur ein beliebtes Familienausflugsziel, sie ist auch so etwas wie Salzburgs berühmtester Hollywoodstar. Schließlich war sie nicht nur im berühmten Film The Sound of Music zu sehen, sondern auch im Action-Klassiker Agenten Sterben Einsam (Where Eagles Dare). Sehr zur Freude der Ortsansässigen, die sich schon  in den 1950er und -60er Jahren über regelmäßige Besuche von Weltstars freuen konnten. Auch heute dient die Burg übrigens immer wieder als Kulisse, zum Beispiel für die Amazon Serie The Man in the High Castle, für das Computerspiels Call of Duty oder ganz aktuell für die Verfilmung der Zauberflöte. In der Burg widmet sich eine Ausstellung der filmischen Geschichte des Bauwerks.

    Erlebnisburg Hohenwerfen
    Burgstraße 2
    5450 Werfen
    www.salzburg-burgen.at/de/werfen