Kunst, Kultur, Technik, Geschichte und Natur – die Ausstellungen und Museen im Salzburger Land sind herrlich vielfältig. Sie vermitteln nicht nur Wissen und zeigen unfassbar wertvolle Kunstschätze aus Vergangenheit und Gegenwart, sondern bieten auch jede Menge interaktive Erlebnisse. Machen Sie eine Reise durch die Geschichte. Lernen Sie Menschen und ihre Geschichten kennen: die Kelten am Dürrnberg, die Bauernfamilien auf ihren Höfen, die Franziskanerinnen und Franziskaner, die Kraftwerksbauer in Kaprun oder Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz-Josef auf dem Großglockner. Jede Ausstellung ist eine Entdeckungsreise für sich.
Ausstellungen und Museen in Stadt und Land Salzburg
DomQuartier Salzburg
Das DomQuartier mit seinen Museen und der Orgelempore des Salzburger Doms ist eines der bedeutendsten Zentren für Kunst und Kultur der Stadt Salzburg. Wo einst die Fürsterzbischöfe residierten, finden heute Ausstellungen und Konzerte statt.
LebensKunst. 800 Jahre Franz von Assisi
24. Mai bis 2. November 2026
Die große Sonderausstellung 2026 widmet sich einem der meistdargestellten Heiligen der Kunstgeschichte: Franz von Assisi. Sein Todestag jährt sich dieses Jahr zum 800. Mal. Unter dem Titel LebensKunst verbindet die Ausstellung Werke verschiedenster Kunstgattungen mit Schriften und Alltagsgegenständen aus dem Leben der Franziskaner.
Stephan Balkenhol. Là ci darem la mano ...
27. Juli bis 5. Oktober 2026
Ein Highlight zeitgenössischer Kunst findet ab Juli in den Prunkräumen der Residenz und auf dem Residenzplatz statt: Stephan Balkenhols Skulpturen sind lebensgroße Figuren aus bekannten Opern. Die Figuren werden zu Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und zeigen universelle menschliche Themen wie Freiheit, Macht, Schuld, Eifersucht und Liebe. Die Ausstellung trägt den Titel „Là ci darem la mano ...“, in Anlehnung an das berühmte Duett aus Mozarts Oper „Don Giovanni“.
Festung Hohensalzburg
Die Festung mit ihrer 1000-jährigen Geschichte beherbergt heute mehrere Museen. Von mittelalterlicher Kunst über Ritterrüstungen, Waffen und Uniformen bis hin zum Magischen Theater und dem Marionettenmuseum gibt es in den Innenräumen der Festung viel zu entdecken.
Die Ausstellung im historischen Zeughaus thematisiert die Rolle der Festung als Verteidigungsanlage. Neben Rüstungen, Geschützen und Handfeuerwaffen werden Angriff und Verteidigung auch durch ein interaktives Modell erlebbar. Die Festung galt übrigens als uneinnehmbar und wurde nur ein einziges Mal ernsthaft belagert, nämlich zur Zeit der Bauernkriege im Jahr 1525.
Einer Zeitreise ins Mittelalter kommt der Rundgang durch das Festungsmuseum gleich. Hier werden Schätze wie Rüstungen, Münzen, Musikinstrumente und prunkvolles Geschirr aus vergangenen Jahrhunderten gezeigt.
Immer einen Besuch wert ist auch das Marionettenmuseum. Faszinierende Figuren aus dem Marionettentheater wie Papageno und Papagena oder die berühmte Königin der Nacht aus Mozarts „Zauberflöte“ bezaubern Kinder und Erwachsene.
Salzburger Freilichtmuseum
100 historische Bauten wurden im Freilichtmuseum wiedererrichtet und geben authentische Einblicke in das ländliche Leben in früheren Zeiten. Bei einem Spaziergang durch das Museum erlebt man Landwirtschaft, Handwerk, ländliches Gewerbe und Industrie aus sechshundert Jahren. Gemütliche Stuben und liebevoll gepflegte Hausgärten sind genauso Teil der Tour wie Erzählungen vom harten Leben der Bauernfamilien. Eine große Traktorenausstellung zieht Kinder und Erwachsene gleichermaßen in den Bann wie die Ausstellung über den Lungau im „Abraham“ oder die Sammlung historischer Mausefallen. Eine Fahrt mit der Museumsbahn gehört zum Ausflug jedenfalls dazu. Neben Handwerksvorführungen und Spezialführungen gibt es auch jede Menge Workshops und Veranstaltungen im Freilichtmuseum.
Schloss Hellbrunn & Wasserspiele
Das Lustschloss des Fürsterzbischofs Markus Sittikus vor den Toren der Stadt Salzburg ist eines der beliebtesten Ausflugsziele. Die Wasserspiele sind ein Museum der besonderen Art, erfrischend und eindrucksvoll, liebevoll gestaltet mit Grotten, Wasserspeiern und einem mechanisch betriebenen Miniaturtheater. Im Schloss selbst gibt die Ausstellung SchauLust Einblicke in das Leben von Markus Sittikus. Gemälde und Objekte aus dem beginnenden 17. Jahrhundert sowie ein „echtes“ Einhorn begeistern die Besucherinnen und Besucher. Als „Wunderkammer der Gartenarchitektur“ gilt der historische Park mit seinen Fischteichen, Skulpturen und Brunnen. Ob Sie zum Monatsschlössl hinaufspazieren, in dem das Salzburger Volkskundemuseum beheimatet ist, oder über den Hellbrunner Berg zum Steintheater – Kultur und Natur sind selten wo so nah beieinander wie in Hellbrunn.
Salzwelten & Kelten.Erlebnis.Berg
Ein Erlebnis für alle Sinne tief im Berg sind heute die Salzwelten, wo schon vor 2600 Jahren die Kelten Salz abbauten. Der Reichtum Salzburgs entstand nicht zuletzt durch den Handel mit dem Salz vom Dürrnberg. Die Reise in den Stollen beginnt mit einer Fahrt mit der legendären Grubenbahn, geht weiter über die spektakulären Bergmannsrutschen und erreicht ihren Höhepunkt mit der Floßfahrt über den unterirdischen Salzsee. Dazwischen erfährt man spannende Details über die Arbeit unter Tage und das weiße Gold.
Einen Besuch am Kelten.Erlebnis.Berg mit Keltendorf und Salz-Manufaktur sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Denn hier wird deutlich, wie unsere keltischen Vorfahren am Dürrnberg lebten. In der Salz-Manufaktur zeigt der Pfannmeister, wie er sein berühmtes Salzburger Gourmetsalz produziert.
Kinder ab 4 Jahren dürfen das Bergwerk besuchen, und für sie gibt es jeden Sonntag um 14.30 Uhr auch spezielle Kinderführungen. Feste Schuhe und warme Kleidung sind wichtig, denn im Bergwerk hat es konstant um die 10 Grad.
Erlebnisburg Hohenwerfen
Die Erlebnisburg Hohenwerfen präsentiert 2026 gleich zwei neue Ausstellungen im historischen Zeughaus.
Burgzeiten: Eine Reise durch (fast) ein Jahrtausend
Durch einen Zeittunnel betritt man die Ausstellung „Burgzeiten“ – eine Zeitreise durch fast 1000 Jahre. Alltagsgegenstände und historische Waffen laden ein, die Geschichte und das Leben auf der Burg in früheren Zeiten zu erforschen. Auch für Kinder wird das Phänomen Zeit spürbar – mit einem Zauberspiegel und den beiden Mäusen Bärbel und Jacki, die die Kinder spielerisch durch die Ausstellung führen. Von den Waffen des ersten und des letzten Werfener Ritters bis hin zu kuriosen Einblicken in die mittelalterliche Kleiderordnung, Medizin und Ernährung gibt es zahlreiche Fundstücke zu bestaunen.
Der Aufstand: Die Burg Hohenwerfen im Salzburger Bauernkrieg 1525/26
Vor 500 Jahren erhoben sich Bauern aus dem Pongau gemeinsam mit Bergknappen aus dem Gasteiner Tal gegen den Fürsterzbischof Matthäus Lang. Die Burg fiel zeitweise in die Hände der Aufständischen, und adelige Geiseln wurden hier bis zum „Friedensschluss“ vom Sommer 1525 gefangen gehalten. Die Ausstellung im Obergeschoss des Zeughauses widmet sich diesem historischen Ereignis des Bauernkrieges und der Rolle der Burg Hohenwerfen als Schauplatz. Mit interaktiven Elementen lädt die Ausstellung dazu ein, sich mit Fragen rund um Menschenrechte, Demokratie, Macht und Widerstand auseinanderzusetzen.
Österreichisches Falknereimuseum
Wer nach einer der faszinierenden Greifvogelvorführungen noch tiefer in die Geschichte der Falknerei eintauchen möchte, besucht das Falknereimuseum im Wallerturm. Ausstellungsstücke von verschiedenen Epochen und Kontinenten erzählen über die jahrhundertealte Praxis der Falknerei und Beizjagd.
Eisriesenwelt Werfen
Kein Museum im klassischen Sinn, aber ein einzigartiger Naturschauplatz ist die Eisriesenwelt im Tennengebirge. In der Höhle warten riesige Eisgiganten darauf, für einen kurzen Moment im flackernden Licht der Magnesiumflamme aufzuleuchten. Über 700 Stufen (134 Höhenmeter) wandert man bis zum höchsten erreichbaren Punkt in die Höhle hinein. Anschließend geht es bergab wieder zum Ausgang zurück. Die Führungen finden auf Deutsch und Englisch statt. Die Eishöhle ist mit der Seilbahn und über einen Fußweg erreichbar. Gutes Schuhwerk, ein bisschen Ausdauer und warme Kleidung sind empfehlenswert.
Fort Kniepass
Der Erlebnisweg hinauf zur historischen Festungsanlage ist eine Open-Air-Ausstellung zum Thema Grenzen. Ausgerüstet mit dem „Knie-Pass“ erforschen Kinder und Erwachsene bei zwölf Stationen Grenzen verschiedenster Art und erfahren dabei viel Wissenswertes: Wie entstanden Grenzen überhaupt, welche Arten von Grenzen gibt es? Wie wurden die Grenzen der Welt definiert und wie nehmen wir unsere eigenen Grenzen wahr? Am Ende wird der „Knie-Pass“ ausgewertet, und jeder erhält ein ganz persönliches Ergebnis. Auch im Fort selbst gibt es viel zu entdecken, und hinunter geht es für alle, die möchten, über die spektakuläre Röhrenrutsche.
Kaprun Hochgebirgsstauseen
Im Sommer 2026 eröffnet die neue VERBUND-Ausstellung im Informationszentrum Kaprun. „Energie beginnt hier“ spannt den Bogen von der frühen Nutzung der Wasserkraft bis zu den Anfängen der modernen Stromversorgung in Österreich. Mit interaktiven Installationen werden Technik und Stromerzeugung verständlich vermittelt. Zu sehen sind Originalobjekte aus dem Archiv, die vom Arbeitsalltag der frühen Kraftwerkbauer erzählen. Highlights sind eine begehbare Pump-Turbine und ein Stromfahrplan-Simulator. Mit Augmented Reality wird der Blick ins historische Krafthaus durch digitale Inhalte erweitert.
VERBUND-Informationszentrum Kraftwerk Kaprun Hauptstufe
Krafthaustraße 20, 5710 Kaprun
Kostenfreier Eintritt
Großglockner Hochalpenstraße
Gipfeltreffen Eurer Majestäten
Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe trägt nicht umsonst den Namen des österreichischen Kaisers. Vor 170 Jahren besuchten Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Josef den Großglockner und waren beeindruckt von der landschaftlichen Schönheit. Anlässlich des Jubiläums wird diesem „Gipfeltreffen“ eine neue Ausstellung gewidmet, die ab 19. Juni besichtigt werden kann. Besucherinnen und Besucher können außerdem auf neugestalteten Spazier- und Wanderwegen den Spuren des Kaiserpaares folgen.
100 Jahre Mercedes-Benz / 80 Jahre Vespa
Die höchste Fahrzeugausstellung der Welt zeigt ab Juni 2026 zwei Sonderausstellungen im Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Die Geschichte der Mobilität wird anhand von zwei ikonischen Marken aufbereitet: Mercedes-Benz und Vespa. 1925 entstand der dreizackige Stern in einem Lorberkranz, die Geburtsstunde der Marke Mercedes-Benz. 1926 fusionierte die Daimler-Motoren-Gesellschaft mit Benz & Cie zur Daimler-Benz AG. Über mindestens ebenso treue Fans kann sich die Marke Vespa freuen, die dieses Jahr ihren 80. Geburtstag feiert.
Erlebnisraum Glocknerwiese
Beim Schöneck lädt ab Juli die neue Ausstellung „Erlebnisraum Glocknerwiese“ dazu ein, den sensiblen Naturraum rund um Österreichs höchsten Berg zu entdecken - ergänzt durch den HighFive-Kinderspielplatz „Apollofalter“ für junge Gäste.
Infopoint Großglockner Hochalpenstraße - Kassenstelle Ferleiten
Ferleiten 1, 5672 Fusch an der Großglocknerstraße
Krimmler Wasserwelten
Die Krimmler WasserWelten am Fuß der berühmten Krimmler Wasserfälle bieten jede Menge Wissen und Erlebnisse rund ums Thema Wasser. Ob Wasserpark mit Spielstationen oder magisches Wasserkino im Wasserfallzentrum, das erfrischende Element spielt die Hauptrolle. So auch in der Ausstellung „Gesichter des Wassers“ im Haus des Wassers. Hier wird die Reise eines Wassertropfens interaktiv erlebbar. Spannende Daten und Fakten zum Thema Wasser und seiner lebenswichtigen Rolle für alle Pflanzen und Lebewesen werden im Haus des Wassers anschaulich vermittelt. Auch ein Besuch im Dachgeschoss lohnt sich, wo Sie sich mit einem Blick durch das Swarovski-Fernrohr die tosenden Wasserfälle ganz nah vor die Linse holen können.
Burg Mauterndorf
Der Besuch auf Burg Mauterndorf ist wahrlich eine Reise durch die Geschichte. Als ehemalige Mautstation und Sommerresidenz blickt die Burg auf eine abwechslungsreiche Vergangenheit zurück. Das Burgmuseum beinhaltet eine Ausstellung über das Leben im Mittelalter, die Ausstellung über Angriff und Verteidigung einer Burganlage im Felsenkeller und die Schlafräume des Fürsterzbischofs Leonhard von Keutschach. Auch das Lungauer Landschaftsmuseum ist in der Burg beheimatet.
Epenstein: Mäzen, Ehrenbürger und Taufpate Görings
Die aktuelle Sonderausstellung widmet sich dem Berliner Arzt, Dr. Hermann Epenstein, der die Burg im Jahr 1894 erwarb und vor dem Verfall rettete. Er ließ sie vorbildlich restaurieren und benutzte sie bis zum 1. Weltkrieg als seinen Sommersitz. Da Epenstein Taufpate des späteren NS-Verbrechers Hermann Göring war, gelangte die Burg für einige Jahre in dessen Besitz. Die Ausstellung geht der Person Hermann Epenstein und seiner Beziehung zu Göring nach.